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الكرسي الفارغ في الرايخستاغ

Der Saal ist groß. Es ist März 1933. Karl sitzt im Reichstag. Er ist Abgeordneter. Er spricht für die Menschen. Aber heute sieht Karl etwas. Der Stuhl neben ihm ist leer. Sein Freund Otto sitzt dort immer. „Wo ist Otto?“, denkt Karl. Karl fragt einen Mann. Der Mann sagt nichts. Er schaut weg. Karl zählt im Saal. Zehn Stühle sind leer. Zwanzig Stühle sind leer. Das sind Menschen. Karl weiß: Diese Menschen sind nicht krank. Sie haben Angst. Oder die Polizei hat sie geholt. Im Saal stehen Männer in braunen Uniformen. Sie sagen nichts. Aber Karl fühlt: Die Wahl ist nicht frei. Heute gibt es ein neues Gesetz. Es gibt Adolf Hitler viel Macht. Karl steht auf. Er sagt: „Nein. Wir sagen Nein.“ Nur wenige Männer sagen Nein. Das Gesetz gewinnt. Karl schaut auf den leeren Stuhl von Otto. Ein leerer Stuhl sagt oft mehr als tausend Worte. Die Demokratie ist jetzt weg.