Il gettone del guardaroba della piscina comunale di Lipsia chiusa
A2 · Mystery
Eine runde Metallmarke liegt vor Maras Wohnungstür. Darauf stehen 317 und Stadtbad. Daneben liegt ein Zettel: „Bitte öffnen, bevor es zu spät ist.“
Am Abend zeigt Mara die Marke ihrem Nachbarn Emil. „Das ist eine Garderobenmarke“, sagt er. „Sie gehört zu einem Schrank im Stadtbad.“ Das Bad ist lange geschlossen. „Morgen räumen Arbeiter das Gebäude aus“, sagt Mara. Emil wird blass. „Hast du die Marke vor meine Tür gelegt?“, fragt Mara. „Ja“, sagt er. „Aber vergiss die Sache.“
Am nächsten Morgen fahren Mara und Emil zum Stadtbad. Herr Weber vom Stadtarchiv erlaubt ihnen zehn Minuten im Gebäude. Im ersten Stock finden sie die alte Garderobe. Die Schränke 315, 316 und 318 stehen noch dort. Nummer 317 fehlt. Unter Schrank 318 ist der Staub heller.
Hinter den Schränken entdecken sie eine schmale Tür. Emil holt einen Schlüssel aus der Tasche. Dahinter steht ein blauer Schrank mit der Nummer 317. Die Marke passt. Im Schrank liegen zwei Fotos und ein Brief. Auf den Fotos sieht Mara ihre Großmutter Rosa. Auf einem Foto steht auch Emil neben ihr.
Im Brief schreibt der frühere Chef: „Ich habe damals das Geld genommen. Rosa war unschuldig. Ich wollte die Wahrheit sagen, aber ich hatte Angst.“ Emil senkt den Kopf. „Ich fand den Brief letzte Woche in alten Papieren. Ich wollte mit dir sprechen, aber ich habe zu lange gewartet. Ich hätte Rosa helfen müssen. Ich habe geschwiegen.“
Mara ist wütend. Dann sieht sie Emils trauriges Gesicht. „Du hättest früher sprechen müssen“, sagt sie. „Ja“, antwortet Emil.
Mara nimmt den Brief und die Fotos mit. Später gibt sie sie dem Stadtarchiv. Dort soll ein Schild mit Rosas Namen hängen. Am Abend erzählt Mara ihrer Mutter die ganze Wahrheit. Endlich weiß die Familie: Rosa hat nicht gestohlen.