ブロッケン鉄道の隣のオオヤマネコの足跡
A2 · Nature & Adventure
Im Schnee sieht Mila eine große Spur. „Das ist ein Luchs“, sagt Försterin Anna. Mila besucht mit ihrer Klasse den Harz. Sie soll Fotos für die Schulzeitung machen. Das beste Foto kommt auf die erste Seite.
Neben ihnen fährt die Brockenbahn langsam den Berg hinauf. Weißer Dampf steigt über die Fichten. Mila nimmt ihre Kamera.
„Kann ich der Spur folgen?“ „Nur ein kurzes Stück“, sagt Anna. „Bleib auf dem Weg. Wilde Tiere brauchen Ruhe. Wir müssen Abstand halten.“
Luchse waren lange aus dem Harz verschwunden. Menschen jagten sie, und ihr Lebensraum wurde kleiner. Seit dem Jahr 2000 leben wieder Luchse in der Region. Einige Tiere lebten zuerst in Gehegen. Später konnte man sie freilassen. Der Luchs ist heute ein Symbol für den Harz.
Mila fotografiert die runden Pfotenabdrücke. Dann sieht sie etwas Graues hinter einer Fichte. „Da ist er!“ Sie läuft vom Weg in den Schnee. „Mila, stopp!“, ruft Anna.
In diesem Moment pfeift die Brockenbahn laut. Mila rutscht aus. Ihre Kamera fällt in den Schnee. Hinter der Fichte steht aber kein Luchs, sondern eine kleine graue Ziege. Sie gehört zu einem Haus am Waldrand.
Mila wird rot. „Ich wollte nur ein gutes Foto.“ „Aber du hast den Weg verlassen“, sagt Anna. „Wir dürfen ein wildes Tier nicht für ein Foto stören.“
Zurück auf dem Weg fotografiert Mila die Spur. Im Hintergrund sieht man Schnee, Wald und den Dampf der Bahn. Der Luchs bleibt unsichtbar.
Am Abend schreibt Mila für die Schulzeitung: „Ich musste den Luchs nicht sehen.“ Sie erklärt, warum Besucher auf den Wegen bleiben sollen. Ihre Lehrerin nimmt das Foto für die erste Seite. „Man sieht seine Spur. Er ist hier, aber wir müssen Abstand halten.“ Mila lächelt.