Chiếc đồng hồ ngừng chạy giữa đống đổ nát ở Dresden
A2 · History
Die Nacht vom 13. Februar 1945 war sehr kalt. Lena war neunzehn Jahre alt. Sie lebte in Dresden. Ihr Vater war seit zwei Jahren an der Front. Er schrieb manchmal Briefe.
In dieser Nacht hörte Lena die Sirenen. „Mama, schnell!“, rief sie. Sie liefen in den Keller. Die Nachbarn waren auch dort. Alle hatten Angst. Dann kamen die Bomben. Lena hörte die Explosionen. Die Wände zitterten. Im Dunkeln warteten sie.
Am nächsten Morgen war es still. Lena kletterte aus dem Keller. Was sie sah, war nicht mehr ihre Stadt. Überall lagen Steine, Holz und Asche. Ganze Straßen existierten nicht mehr. Der Himmel war grau vor Rauch.
Lena dachte an eine Sache: die Taschenuhr ihres Vaters. Vor zwei Jahren hatte er die Uhr auf den Tisch gelegt. „Pass darauf auf“, sagte er. „Wenn ich zurückkomme, hole ich sie wieder.“
Die Uhr war noch in der Wohnung im dritten Stock. Das Haus war kaputt, aber die Treppe stand noch. „Es ist zu gefährlich!“, rief eine Nachbarin. Aber Lena ging hinein. Die Treppe knackte bei jedem Schritt. Der Geruch von Rauch war überall.
In der Wohnung lag der Küchentisch auf der Seite. Überall war Schutt. Lena suchte mit den Händen zwischen den Steinen. Dann fand sie sie: die Taschenuhr aus Silber. Sie öffnete sie. Das Glas war gebrochen. Die Zeiger standen auf 1 Uhr 52. Das war der Moment, als die erste Bombe fiel. Die Uhr war stehengeblieben.
Lena hielt die Uhr fest. Ihre Augen wurden nass, aber sie weinte nicht. Sie dachte an ihren Vater. „Er muss zurückkommen“, dachte sie. „Diese Uhr wartet auf ihn.“ Sie steckte die Uhr in ihre Tasche. Draußen war die Welt grau und still. Aber Lena hatte etwas in der Hand – und das war genug, um weiterzugehen.