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拉乌西茨婚礼前的最后一块罂粟籽糕

Am Morgen öffnet Mara ihre Backstube. Die Tür zum Lager steht offen. Im Lager fehlt der große Mohnstriezel.

Heute heiratet ihre Schwester Klara. In drei Stunden kommen hundert Gäste. In Maras Familie gehört der Mohnstriezel zu jeder Hochzeit. Ihre Großmutter, ihre Mutter und jetzt Mara backten ihn. Er ist der letzte mit Mohn aus dem Garten der Großmutter.

Mara ruft Klara an. „Der Hochzeitsstriezel ist weg.“ Klara ist still. „Kannst du einen neuen backen?“

Mara sieht in die Schränke. Mehl, Eier und Butter sind da, aber kein Mohn. Mara hat den Teig vorbereitet. Ohne Mohn kann sie keinen neuen Striezel backen.

„Dann kaufen wir einen anderen Kuchen“, sagt Klara. „Nein! Das Rezept gehört zu unserer Familie“, ruft Mara. „Ich heirate Paul, nicht einen Kuchen“, antwortet Klara und legt auf.

Hinter dem Haus hört Mara ein Geräusch. Dort sitzt ihr Vater Georg. Vor ihm steht der Striezel. Ein Stück fehlt. „Warum hast du ihn genommen?“ Georg sieht traurig aus. „Deine Mutter und ich hatten ihn auch bei unserer Hochzeit. Heute vermisse ich sie besonders.“ Mara wird ruhig. Ihre Mutter ist vor drei Jahren gestorben. „Ich wollte nur ein Stück. Dann habe ich die Tür offen gelassen“, sagt Georg.

In der Mitte fehlt ein großes Stück. So kann Mara den Kuchen nicht auf den Tisch stellen. Aber sie hat eine Idee. Sie schneidet den ganzen Striezel in kleine Stücke. Sie streut Puderzucker darauf und legt die Stücke auf eine große Platte. In die Mitte kommt ein altes Hochzeitsfoto ihrer Eltern.

Bei der Feier teilt Klara ihr Stück mit Georg. Alle Gäste essen den letzten Mohnstriezel zusammen. Mara versteht: Die Tradition ist nicht kaputt. Sie ist jetzt eine neue Erinnerung.

Am Abend teilen Mara und Klara das letzte Stück genau in der Mitte.