Das Krankenhaus ist ruhig. Es ist fast Mittag. Lucía hat sich nicht von dem Gehweg wegbewegt, auf dem sie stehen geblieben ist. Sie starrt immer noch auf ihr Handy.
Part 2: Sí o no
Carmen breaks her silence with the coldest possible reply, and the sisters exchange careful, fragile messages about their grandmother — until Lucía says 'lo siento' and Carmen's one-word response leaves everything shattered and unresolved.
Das Krankenhaus ist ruhig. Es ist fast Mittag. Lucía hat sich nicht von dem Gehweg wegbewegt, auf dem sie stehen geblieben ist. Sie starrt immer noch auf ihr Handy.
du entscheidest.
Lucía liest es viermal. Zwei Wörter. Sie setzt sich auf eine niedrige Mauer. Ein Bus fährt vorbei. Sie tippt.
Geht es Oma heute gut?
nicht besonders.
Isst sie?
ein bisschen.
Schläft sie?
ja. jetzt schläft sie.

Lucía sieht das Foto. Sie hält sich die Hand vor den Mund. Ihre Großmutter sieht in dem Bett sehr klein aus.
😢
sie ist sehr klein.
ja.
Eine lange Pause. Zehn Minuten. Dann fünfzehn. Carmen ist im Zimmer bei Rosa. Lucía sitzt auf der Mauer in der Stadt. Beide sind ganz still.
Spricht der Arzt heute?
ja. um drei.
Carmen spielt die Audioaufnahme ab. Sie hört sie sich ganz an. Sie sitzt sehr aufrecht in dem Plastikstuhl.
das Krankenhaus ist weiß. Bett Nummer vier.
danke.
Carmen antwortet nicht. Zwanzig Minuten vergehen. Lucía geht zum Bahnhof. Sie kauft eine Fahrkarte. Sie setzt sich. Sie schaut sich die Konversation an. Sie tippt. Sie löscht es. Sie tippt erneut.
es tut mir leid.
Carmens Antwort kommt nach vier Sekunden.
nein.
Das Wort „Online“ verschwindet unter Carmens Namen. Sie ist weg. Lucía starrt auf den Bildschirm. Der Zug ist noch nicht da. Das Wort „nein“ steht auf dem Bildschirm, sehr klein, sehr weiß. Heißt es: Nein, es muss dir nicht leidtun? Oder: Nein, ich akzeptiere es nicht? Lucía weiß es nicht. Der Leser weiß es nicht. Der Zug fährt ein.
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