Il testimone rimasto a Monaco
A2 · Sports
Das Stadion in München war voll. Tausende Menschen saßen auf den Rängen. Die Sonne schien und der Himmel war blau. Es war ein perfekter Tag für ein Rennen.
Vier Mädchen standen am Rand des Feldes. Sie waren das Team aus Rosenheim. Sie hatten monatelang trainiert: Jeden Dienstag und Donnerstag, bei Regen und bei Kälte. Jetzt waren sie beim großen Wettbewerb in München.
Jana war die erste Läuferin. Sie war sehr schnell. Sie sollte den Staffelstab nehmen und die ersten hundert Meter laufen. Dann wollte sie den Stab an Mia geben. Mia war immer ruhig und konzentriert. Danach kam Sofie, die stärkste Läuferin. Am Ende wartete Lena. Lena war neu im Team. Es war ihr erstes großes Rennen.
Vor dem Start sprach Sofie mit Lena. „Mach dir keine Sorgen“, sagte Sofie. „Du hältst die Hand offen. Ich gebe dir den Stab. Dann läufst du ins Ziel. Fertig.“ Lena nickte, aber sie sagte nichts. Ihre Hände waren kalt.
Der Startschuss fiel. Jana startete sehr schnell. Sie lief wunderbar und kontrolliert. Die Übergabe an Mia klappte gut. Mia lief stark. Dann kam Sofie. Sofie gewann noch mehr Zeit. Das Team aus Rosenheim lag auf Platz zwei.
Dann kam der wichtigste Moment. Sofie lief auf Lena zu. Lena stand bereit und streckte die Hand nach hinten. Sofie rief: „Jetzt!“ und legte den Stab in Lenas Hand.
Aber Lena hörte das Wort zu spät. Sie lief einen halben Schritt zu früh los. Der Stab fiel auf den Boden. Es war still im Stadion. Diese Sekunde fühlte sich sehr lang an.
Lena hob den Stab auf und lief so schnell sie konnte. Aber die Zeit war weg. Das Team aus Rosenheim kam als Viertes ins Ziel.
Danach saßen die Mädchen auf einer Bank. Lena sagte kein Wort. Sie schaute nur auf ihre Schuhe. Jana legte eine Hand auf Lenas Schulter. „Hey“, sagte sie. „Wir machen alle Fehler. Bei meinem ersten Rennen bin ich in die falsche Richtung gelaufen.“
Mia lachte ein bisschen. „Ich habe einmal den Stab schon vor dem Start fallen lassen.“
Sofie sagte leise: „Ich hätte lauter rufen müssen. Es war mein Fehler.“ Das stimmte vielleicht nicht ganz, aber Lena hob den Kopf.
„Nächstes Jahr kommen wir wieder“, sagte Jana. „Und dann gewinnen wir.“ Lena sagte immer noch nichts, aber sie nickte. Das war genug.