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자매가 장례식에서 바꿔 입은 재킷

Es war ein kalter Oktobertag. Der Himmel war grau und der Wind blies über den Friedhof. Die Leute standen still am Grab und warteten.

Lena kam zu spät. Sie trug nur ein dünnes schwarzes Kleid. Ihre Schwester Clara stand schon dort. Sie trug den alten roten Mantel von ihrer Mutter. Dieser Mantel war wichtig. Beide Schwestern wollten ihn nach dem Tod der Mutter haben. Sie hatten vor drei Wochen gestritten. Lena hatte gesagt: „Ich bin die Ältere. Der Mantel gehört mir.“ Clara hatte gesagt: „Du hast ihn nie gemocht. Du willst ihn nur aus Trotz!“ Danach sprachen sie nicht mehr miteinander.

Jetzt stand Lena am Grab und zitterte. Ihre Lippen wurden blau. Sie schaute Clara nicht an.

Clara sah ihre Schwester. Sie sagte zuerst nichts. Dann zog sie den roten Mantel aus und legte ihn langsam auf Lenas Schultern. Lena drehte sich um. Ihre Augen waren groß.

„Ich brauche ihn gerade nicht“, sagte Clara leise. „Dir ist kalt.“

Lena wollte etwas sagen, aber sie fand keine Worte. Sie nickte nur.

Der Priester sprach. Die Leute weinten. Lena und Clara standen nebeneinander unter dem grauen Himmel. Zum ersten Mal seit Wochen war die Stille zwischen ihnen nicht mehr feindselig.

Nach der Beerdigung wollte Lena den Mantel zurückgeben. „Hier“, sagte sie. „Er gehört dir.“

Clara schüttelte den Kopf. „Nein. Mama trug ihn immer, wenn sie auf uns gewartet hat. Vielleicht kann er jetzt auf dich warten.“ Sie machte eine kleine Pause. „Ruf mich morgen an, ja?“

Lena hielt den roten Mantel fest. Er roch noch nach dem Parfüm ihrer Mutter. „Ja“, sagte sie. „Ich rufe an.“

Sie umarmten sich kurz. Es war ein bisschen unbeholfen. Aber es war ein Anfang.